Die Memovox von Jaeger-LeCoultre:Die Stimme der Erinnerung als Teil einer Familiengeschichte

22/01/2013

Außergewöhnliche Begegnungen sind nicht nur dem Zufall zu verdanken. Die britische Schauspielerin und Regisseurin Carmen Chaplin, Enkeltochter von Charlie Chaplin, und die Manufaktur aus dem Vallée de Joux teilen eine gemeinsame Geschichte. Sie haben sich dazu entschlossen, diese Geschichte in ein künstlerisches Projekt zu verwandeln, das beim Salon International de la Haute Horlogerie zur Feier des 180-jährigen Bestehens von Jaeger-LeCoultre vorgestellt wird.

Charles Spencer Chaplin, der Großvater von Carmen Chaplin, erlangte Unsterblichkeit, als er mit seiner Rolle als „Der Vagabund“ – ein  Landstreicher mit den Manieren eines Gentlemans – Einzug in die Kinogeschichte hielt.

Der Schauspieler, Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Komponist hatte nur einen wahren Gegner: „Mein einziger Feind ist die Zeit“, pflegte er zu sagen. Wollte das Land der Uhrmacherei ihn bei diesem Kampf zur Seite stehen, als es ihm im Jahre 1953 eine Uhr zum Geschenk machte? Nicht irgendeine Uhr: Eine Jaeger-LeCoultre Memovox…

So begrüßte die Kantonsregierung diesen großen Mann, der mit seinem Talent in die Geschichte einging, mit einem Willkommensgeschenk, als sich seine Familie in der Schweiz niederließ. Charles Spencer Chaplin bekam eine Jaeger-LeCoultre Uhr überreicht, deren Gehäuseboden die Inschrift Hommage du gouvernement Vaudois à Charlie Chaplin – 6 octobre 1953 (Hommage der Regierung des Kantons Waadt an Charlie Chaplin – 6. Oktober 1953) trägt.

Memovox. Die Stimme der Erinnerung …
Von Carmen Chaplin höchstpersönlich von der Existenz dieses historischen Exemplars zu erfahren, war für Jaeger-LeCoultre wie ein Wink des Schicksals.

Die Manufaktur, die durch zahlreiche Partnerschaften bei großen Filmfestspielen vertreten ist (Mostra von Venedig, Internationales Festival von Shanghai, Abu Dhabi Filmfestival), fasste den Entschluss, die Erinnerung an Charlie Chaplin und seine Uhr wieder aufleben zu lassen. Zu diesem Zweck bat sie Carmen Chaplin, mit ihrer Kamera einen Kurzfilm über die Zeit zu drehen.

Die junge Schauspielerin und Filmemacherin zeigte sich von dieser Idee sofort begeistert: „Ich liebe historische Gegenstände und die Vorstellung, dass sie eine Vergangenheit haben und uns eine Geschichte erzählen. Die Uhren der 1920er-Jahre mit ihrem Retrostil versetzen mich zurück in eine Zeit, in der bestimmte kleine Uhren in erster Linie als Schmuckstück galten. Allein der Gedanke, dass sich hinter diesen winzigen Zifferblättern ein Mechanismus verbirgt, der so präzise ist wie der Herzschlag, fasziniert mich.“

„Ich stelle mir gerne vor, dass sie immer weiter ticken, und das seit nunmehr über einhundert Jahren. Die Uhr meines Großvaters berührt mich ganz besonders, denn er schenkte sie seinem ältesten Sohn, meinem Vater Michael Chaplin, zu seinem 14. Geburtstag. Mein Vater wiederum schenkte sie meiner Mutter als Zeichen seiner Liebe am Tage ihrer Hochzeit. Ein echter Glücksbringer, denn ihre Liebe hält seit mittlerweile 45 Jahren.“

 Zweifellos entschloss sich Carmen aus diesem Grund, an der Seite ihrer Mutter und ihrer Tochter Uma in dem Kurzfilm aufzutreten.

 Drei Generationen, drei Frauen, eine Familie – sie stehen für die Weitergabe, das Vorbeifließen der Zeit und das Vermächtnis.

„Ich genoss eine unbegrenzte künstlerische Freiheit bei den Dreharbeiten zu diesem Kurzfilm, der eine Hommage an die Zeit darstellt, eine Zeit, die vergeht und zwangsläufig einen Teil von einem selbst davonträgt. Ich mag die Vorstellung, dass man einen Teil seiner Seele in den Gegenständen hinterlässt, die einem viel bedeuten. Gibt es ein schöneres Geschenk als eine Uhr oder ein Schmuckstück, das uns am Herzen liegt? Als ich zur Restauration der Uhr meines Großvaters die Manufaktur besuchte, führte ich sehr herzliche Gespräche mit den Teams. Mit Jaeger-LeCoultre haben wir bereits sehr schöne Projekte erfolgreich umgesetzt: Anlässlich der Oscar-Verleihung mit der Organisation eines Abendessens zu Ehren von Charlie Chaplin, in Cannes, bei den Filmfestspielen von Venedig oder bei den Dreharbeiten zu meinem letzten Film, in dem eine Jaeger-LeCoultre-Uhr eine „Rolle“ spielt. Ich fühlte mich sehr geehrt, dass mir eine Maison wie Jaeger-LeCoultre dieses Filmprojekt im Rahmen ihres Jubiläums anvertraut.“

Der Film von Carmen Chaplin mit dem Titel A Time For Everything feiert seine Premiere beim Salon International de la Haute Horlogerie, der vom 21. bis 25. Januar 2013 stattfindet.

Während die Memovox von Charlie Chaplin mit ihrem Ticken auch heute noch den Alltag seiner Familie begleitet, prägte die lange Liste seiner Werke den Verlauf des 20. Jahrhunderts. Aus diesem Grund traf die Maison Jaeger-LeCoultre die Entscheidung, zur Feier des 180-jährigen Bestehens der Manufaktur, die 1833 von Antoine LeCoultre gegründet wurde, diese legendäre Uhr zu einem der Symbole ihres uhrmacherischen Vermächtnisses zu küren. Ausgestellt wird sie an einem Ort, der ihrer würdig ist: Beim Salon, umgeben von anderen Meisterwerken der Uhrmacherkunst.

Seit ihrer Gründung hat die Manufaktur aus dem Vallée de Joux legendäre Zeitmesser hervorgebracht, darunter die Reverso, die Memovox, die Géophysic, die Atmos, die Duomètre und viele andere. Mehr als 1200 Kaliber wurden entwickelt und 400 Patente hinterlegt. Wie viele Menschen tragen wohl heute die Jaeger-LeCoultre ihres Vaters oder ihres Großvaters? Gibt es wohl ein schöneres Beispiel für ein Familienvermächtnis als die Weitergabe einer Uhr von einem Handgelenk zum anderen, von Generation zu Generation? Wie ein Symbol für die Ewigkeit…

„A Time For Everything”
Drehbuch und Regie: Carmen Chaplin
Mit Carmen Chaplin, Patricia Chaplin und Uma Chaplin Bhalla
Produziert von Kwanon Films und Mann & Miller