Die Sternzeit

  • Hybris Mechanica temps
Auf der Rückseite wirft die Uhr einen Blick auf die Sterne. Das Zifferblatt zeigt den nächtlichen Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht. Das auf einer Scheibe dargestellte Himmelsgewölbe zieren die Sternbilder, wie sie von einem bestimmten Breitengrad aus gesehen werden können. Dieses zweite Zeitzifferblatt greift die Bahn der Planeten und Sterne im unendlichen Universum auf. Und nicht nur das. Die ganze Rückseite des Wendegehäuses ist den grundlegenden astronomischen Daten gewidmet, zu denen auch der faszinierende Sternenhimmel gehört. Eine ovale Öffnung auf dem Zifferblatt gibt den Blick auf eine kleine Scheibe frei. Sie zeigt – je nach Aufenthaltsort des Trägers – jeweils die nördliche oder südliche Hemisphäre mit den sich verschiebenden, weit entfernten Himmelskörpern und Sternbildern an. Wiederum ein Vorgang, der sich einfacher in Worte fassen als mechanisch umsetzen lässt, da auch die Sternzeit ihre Eigenheiten hat. Als Sterntag definiert sich somit die Zeitspanne zwischen zwei Meridiandurchgängen des Frühlingspunkts. Beim Frühlingspunkt handelt es sich um einen fiktiven Punkt, der zwar nicht sichtbar ist, jedoch zur Bestimmung des Frühlingsanfangs dient. Anders ausgedrückt entspricht ein Sterntag quasi dem Zeitraum, den die Erde benötigt, um sich einmal um ihre eigene Achse zu drehen. Wenn man es ganz genau nimmt, ist ein Sterntag exakt 3 Minuten und 56 Sekunden kürzer als ein Sonnentag. Doch auch er wird in 24 (Stern-) Stunden unterteilt. Aus mathematischer Sicht ergibt eine Sternsekunde genau 0,99729657 Sonnensekunden. Eine Tatsache, die die Uhrmacher selbstverständlich bei ihren langen Vorbereitungen berücksichtigt haben. So besitzt die Reverso Grande Complication à Triptyque eine optimierte Mechanik, die die mittlere Sonnenzeit in Sternzeit überträgt. Die Scheibe der Himmelskörper vollführt eine vollständige Drehung innerhalb von 23 Stunden, 56 Minuten und 4 Sekunden.