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Wenn Tom Pado, der Geschäftsführer von TMT (Total Marine Technology), 800 m unter dem Meeresspiegel in einer sich zersetzenden Taucherglocke sitzt, ohne in Panik zu geraten, beweist dies, dass er sich gut mit Druckverhältnissen auskennt. In seiner 40-jährigen Karriere drang er in rekordverdächtige Tiefen vor, sah Lebewesen, die vielleicht kein Mensch je wieder sehen wird, und entwickelte Unterwasserroboter, die von Offshore-Unternehmen in gigantischen Tiefen genutzt werden.
Als Fachmann auf diesem Gebiet besitzt er das nötige Know-how, um mit der Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving einen kleinen Test durchzuführen und sie mit einem speziell entwickelten ROV (ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug) 1000 m in die Tiefe zu bringen. Er hatte einen solchen Versuch bereits im Juni dieses Jahres mit der Master Compressor Diving GMT vor der Küste Hawaiis und im November vor der Küste von Manado durchgeführt und damit die Journalisten begeistert, die von einem Boot aus den Versuch live beobachteten.
Jaeger-LeCoultre ist sehr stolz, Ihnen diesen vielseitigen Menschen vorzustellen – einen Mann mit unglaublich vielen Talenten, dessen Leidenschaft das Tauchen und die Ozeane sind.
Tom Pados Karriere begann in den sechziger Jahren als Spielerei in der US Navy School. „Während meiner Zeit dort baute ich eine Reihe Unterwassergeräte, einen Tauchhelm und einen Unterwasserroller aus Holz“, sagt Tom. S war der Beginn eines kameradschaftlichen Wettkampfs für Tauchererfindungen, bei dem der Leiter des Taucherkorps mit seinem Team („W.J. und sein haariger Haufen“) gegen ihn und sein Team („Kapitän Hydrant (sein Spitzname) und sein treuer Freund“) antrat. W.J. James Woodbury war der Erfinder eines Tauchgeräts, das mit flüssiger Luft gefüllt war. Ein anderer Teilnehmer, Lenny Whitlock, stellte einen Weltrekord für den tiefsten Tauchgang in einem Kompressionsraum auf (700 m) und startete später mit Tom Pado zu einem der ersten Tauchgänge aus einem Unterwasserfahrzeug heraus. Die Freundschaft dieser Männer dauert bis heute.
Später arbeitete Tom Pado als Matrose auf der USS Becauna in New London im Bundesstaat Connecticut, wo sich die größten Atom-U-Boote der Welt befanden, und entwickelte zum Spaß mit seinem Freund George Hallek Unterwasserfahrzeuge. Eines wog über 450 kg, und sie wollten es an einem abgelegenen Weiher ausprobieren. Ein Polizist, der seinen Hund spazieren führte, kam vorbei und fragte ziemlich unfreundlich, was sie dort täten. „Wir versuchen, das gelbe U-Boot aus dem Morast zu ziehen“, antworteten sie und zogen ihre Taucherausrüstung an. „Sie hätten sein Gesicht sehen sollen, als George und ich mit einem gelben U-Boot wieder auftauchten. Wahrscheinlich ist er immer noch sprachlos!“ erinnert sich Tom. Aufgrund des damaligen Hits der Beatles stand für die beiden jungen Männer von Anfang an fest, welche Farbe das U-Boot haben würde, das sie im Weiher testeten.
Die gefährlichsten Jahre begannen für Tom nach seiner Zeit bei der Navy. Als Berufstaucher war er an der Suche nach einem Jungen beteiligt, der durch die Eisdecke in einen reißenden Fluss eingebrochen war. „Die Strömung war sehr stark, und da unten lagen lauter tote Bäume. Das war Schwerstarbeit in eisiger Kälte. Darüber hinaus war das Ganze auch für uns nicht ungefährlich. Wir haben mehrere Tage gesucht, aber den Jungen leider nie gefunden.“
Die größte Angst unter Wasser erlebte er 1978, als er gemeinsam mit seinem Kollegen John Fike versuchte, in einer neuen Taucherglocke vor der kanadischen Küste einen neuen Weltrekord aufzustellen. „Wir tauchten 866 m in die Tiefe“, erzählt er. „Wir sahen ganz unterschiedliche Meereslebewesen, die ein Mensch vielleicht nie wieder sehen wird.“ Dann, in einer Tiefe von 731 m, wurde die Stille in der Taucherglocke auf einmal durch einen Knall unterbrochen. „Plötzlich hörten wir ein beunruhigendes Geräusch, das sich wie ein Schuss anhörte. Je tiefer wir vordrangen, desto öfter knallte es, wie ein Maschinengewehr.“ Sie waren erleichtert, als das Geräusch nachließ. Wie sich herausstellte, waren durch den Druck implosionsartig murmelgroße Löcher in den äußeren Schichten des Schaumstoffs entstanden. Doch trotz der Angst hatten sie es geschafft, mit dem Unterwasserfahrzeug einen Weltrekord aufzustellen.
Nach Abschluss verschiedener Studiengänge (Physik an der Universität von Indiana, Meerestechnologie am Institut für Technologie in Florida und Meerestechnik an der Florida Atlantic University) arbeitete Tom Pado an Forschungsprojekten im Bereich Tiefseetauchen der Smithsonian Institution im Auftrag der Erdölindustrie. Sein Team drang in große Tiefen vor und nutzte Kreislaufgeräte von Biomarine für die Tauchgänge. Tom Pado gehörte in den 70ern zu den ersten Bewohnern des unterseeisch in Freeport auf den Bahamas angelegten Hydrolad. Sie lebten in einer gesättigten Atmosphäre, nutzten gewöhnliche Luft in Tiefen bis etwa 18 m und arbeiteten in Tiefen bis etwa 75 m. In der Zeit arbeitete er mit verschiedenen berühmten Tauchern zusammen, wie beispielsweise Dr. Silva Earl, die als erste Frau in einem Panzertauchanzug an einem Unterwasserfahrzeug vor Hawaii in Tiefen bis etwa 365 m vordrang, Jordan Klein, einem Unterwasserfilmer, Al Giddings, Dr. Joe McGinnis und vielen anderen.
Manche empfinden es als durchaus amüsant, bei Kontrollfahrten mit einem Mini-U-Boot in Pipelinegräben stecken zu bleiben. „Manchmal waren wir fast komplett mit Schlamm bedeckt. Welch ein Erlebnis! Und es war nicht einfach, dort wieder herauszukommen – das gelang nur durch Lenzen und maximalen Motorantrieb.“
Nur wer äußerst professionell ist, kann in dieser Branche überleben. Seit 1983 betreibt Tom Pado ein eigenes Unternehmen, das hauptsächlich für Offshore-Unternehmen auf der ganzen Welt ROVs herstellt und betreibt. Im Mittelmeer barg er in 2000 m Tiefe einen „sehr teuren Torpedo“ für die italienische Marine, und eines seiner ROVs verfolgte Große Weiße Haie für einen Cousteau-Film. „Es war eine sehr große Ehre, für Jean-Michel Cousteau zu arbeiten, den Sohn des Forschers Jean-Yves Cousteau.“ Seine Firma Total Marine Technology hat ihren Sitz in Westaustralien. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Jaeger-LeCoultre und die Reise mit ihren Uhren um die Welt, um die hervorragende Technologie unter Beweis zu stellen.“
Im vergangenen Jahr gehörte er zu den Finalisten des Ernst & Young Preises für den Unternehmer des Jahres.
Name Tom Pado
Alter 60
Staatsangehörigkeit Amerikanisch
Beruf Meeresingenieur
Seit wann arbeiten Sie mit Jaeger-LeCoultre zusammen? Seit November 2006
Wann begannen Sie, in diesem Bereich zu arbeiten? Wie ist Ihr beruflicher Werdegang? US U-Boot-Service, Elektronik und Tauchen Studium: Meerestechnologie am Florida Institute of Technology, Meerestechnik an der Florida Atlantic University, Tiefseetauchen-Forschungsprojekte an der Smithsonian Institution Erdölindustrie: Tauchen, Unterwasserfahrzeuge (1978 Weltrekord im Tauchen, 866 m), ROVs 1983 Firmengründung 2006 Finalist des Ernst & Young Preises für den Unternehmer des Jahres
Was ist Ihr Lieblingsfisch? Ich esse am liebsten Schnapper und beobachte am liebsten Tintenfische.
Welches ist Ihr Lieblingsmeer? Der Indische Ozean.
Was lesen Sie am liebsten? Science-Fiction
Welches Wetter bevorzugen Sie? Das Wetter am Mittelmeer.
Welche ist Ihre Lieblingsuhr? Master Compressor Diving Pro Geographic
Welche Uhr trugen Sie vorher? Rolex Daytona
Kommen Sie eher zu spät oder pünktlich? Zu spät.
Wie würden Sie Präzision definieren? Wiederholbare Genauigkeit.
Sind Sie ein Uhrmachertyp? Nein.
Was ist Ihr Lieblingsgetränk? Wodka und Soda
Welche Werte teilen Sie mit Jaeger-LeCoultre? Integrierte Strukturen, um 90 % der Produkte firmenintern herzustellen.
Hatten Sie vorher schon von Jaeger-LeCoultre gehört? Ja.
Wie viele Tauchgänge haben Sie absolviert? Über 2000.
Ihr Lieblingsort? Das Ningaloo Riff an der Nordwestküste Australiens.
Ihre Lebensphilosophie? Jetzt ist der wichtigste Augenblick. Sei ehrlich zu Dir selbst. Das Wertvollste im Leben sind Freunde.
Lieblingsmotto? „Kein Problem!“
Ihr eindruckvollstes Erlebnis auf See? Musik von Cat Stevens in einem U-Boot in 1000m Tiefe.
Ihr schlimmstes Erlebnis auf See? Seekrank bei einem großen Unwetter am Kap Hatteras.
Wie sehr unterscheiden sich Jaeger-LeCoultre Modelle von anderen Uhren? Sie sind beeindruckend. Ich werde oft nach meiner Master Compressor Diving Uhr gefragt.
Mögen Sie Katzen? Ja.
Welche Sprachen sprechen Sie? Englisch, etwas Spanisch, Polnisch, Chinesisch, Indonesisch, Nee how ma
Wie würden Sie Zeit beschreiben? Schnell und langsam.
Interessieren Sie sich für Mechanik? Ja.
Geht Ihre Uhr nach oder ist sie richtig eingestellt? Sie geht nach.
Welchen Seefahrer oder Forscher bewundern Sie? Auguste Piccard
Welches ist Ihr Lieblingsboot? Jedes U-Boot.
Ihr Lieblingsfilm? Star Wars
Was haben Sie an Ihrem 20. Geburtstag gemacht? Mich betrunken…
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